Als ich das Stück das erste Mal im Radio hörte, dachte ich, das kenne ich doch. Klar, das ist Beethovens Violinkonzert. Aber irgendwas stimmte nicht: Der Solopart wurde nämlich nicht von der Geige, sondern von einem Klavier gespielt. Tatsächlich hat Beethoven sein Violinkonzert auch für Klavier gesetzt. Beim Anhören habe ich aber nicht verstanden, warum er das getan hat. Es scheint für das Klavier keine besondere Herausforderung zu sein und es kann die Schönheiten des Violinkonzertes nicht richtig wiedergeben. Gerade da, wo die Geige die Töne so richtig ausspielen kann, kann das vom Klavier nicht richtig nachempfunden werden. Ebenfalls kommt das virtuose Element der Originalkonzertes beim Klavier nicht so richtig zur Geltung. Es wirkt irgendwie wie eine schlechte Kopie des Violinkonzertes. Um das Klavier mit all seinen Möglichkeiten und Schönheiten zu hören, bleibt also nur eines: Seine originalen Klavierkonzerte anhören.