Mit ‘MIDI’ getaggte Artikel

Sonar 8.5

Bernd am Mittwoch, 02. Juni 2010

Mit meiner bisherigen Sonar 2 war ich in zwei Punkten unzufrieden: Die Funktion “Zeit anpassen” über die Tempotabelle funktionierte so ungenau, dass sie praktisch unbenutzbar wurde. Da war ich von meiner früheren Cakewalk Version her gewohnt, dass ich z.B. einen Ausschnitt von 2:30 Minuten exakt auf 2:45 Minuten unter Beibehaltung der Tempoänderungen strecken konnte. Sonar 2 machte dann hieraus z.B. 2:55 oder 2:35 Minuten – lag also erheblich neben dem angestrebten Ziel. Es blieb dann immer nur übrig, die Tempotabelle von Hand zu editieren. Darüber hinaus hatte ich oft das Problem, dass durch irgendwelche Änderungen auch Bereiche modifiziert wurden, die gar nicht markiert waren. Wodurch dies kam, habe ich nie herausgefunden, aber es stellte ein ständiges Risiko dar.

In einer heruntergeladenen Testversion Sonar 8 konnte ich nun mit Freude feststellen, dass die Anpassung der Zeit wieder korrekt lief. Weiterhin stellte ich fest, dass es nun eine Funktion “Clip schützen”, die eine versehentliche Änderung von fertigen Clips verhinderten konnte. Daraufhin habe ich mir die aktuelle Version Sonar 8.5 Studio bestellt, die zusätzlich noch den Vorteil hat, dass sie neben XP auch auf Vista und Windows 7 läuft. Weitere Funktionserweiterungen, die seit Sonar 2 eingeflossen sind, spielen im Moment keine Rolle für mich, da ich ja nur die Editier- und Bearbeitungsfunktionen von MIDI benutze. Insofern ist vieles überdimensioniert für mich, aber ich habe mich an die Funktionalität, die ich benutze, sehr gewöhnt; insbesondere arbeite ich gerne mit dem Noteneditor, der graphischen Tempoansicht zur schnellen Anpassung der Tempi und der Pianorolle zur Einstellung der velocity der einzelnen Töne. Dabei hat sich über die Jahre eine Arbeitsweise herausgebildet, mit der ich effektiv meine musikalischen Vorstellungen umsetzen kann.

Virtuelles Piano

Bernd am Samstag, 15. Mai 2010

Um meine Midi Dateien zum Klingen zu bringen, erstelle ich bisher Aufnahmen auf meinem Roland Digitalpiano. Schon vor Monaten haben mich Hörer auf die Idee gebracht, es auch mit virtuellen Klavieren zu versuchen. Der Vorteil wäre, die Aufnahmen ohne weitere Hardware direkt auf dem PC zu erstellen. Bisher hatten mich die Ergebnisse aber nicht so richtig überzeugt oder ich nahm mir nicht die Zeit, mich damit zu beschäftigen.

Jetzt bin ich aber wieder auf die Software Pianoteq gestoßen – eine virtuelles Piano, dass die Töne auf der Grundlage physikalischer Modellierung berechnet. Es steht im Gegensatz zu Lösungen, die auf umfangreichen Samples von hochwertigen Flügeln bestehen. Die Proben, die ich von letzteren bisher gehört habe, fand ich nicht signifikant besser als Pianoteq. Also kaufte ich mir nach einer kurzen Testphase diese Software. Die Möglichkeiten, die sich damit bieten, sind sehr umfangreich:
- Unterschiedliche Klaviere
- Einstellbare Dynamik als Differenz zwischen pianissimo und fortissimo
- Einstellung der velocity Kurve
- Einstellung der Hammerstärke
- Konfigurierung der Pedale
- Position der Mikrofone
und vieles mehr. Ich muss mir erst nach und nach erarbeiten, wie die Parameter wirken und wie ich sie einsetzen kann. Auf jeden Fall klingen die Audio Ausgaben dynamischer und voller als mein Digitalpiano.

Das alles gibt mir die Möglichkeit, alle meine Stücke neu aufzunehmen und ggf. zu dynamisieren – ein Traum, den ich schon lange hatte. Zudem kann ich Audio Ausgaben auf alternativen Instrumenten erzeugen, z.B. auf einem Cembalo. Die Möglichkeiten sind vielfältig und geben mir neue Impulse zur Fortführung meiner Seite. Ich kann mir vorstellen, dass die Instrumente in den nächsten Jahren noch verbessert werden und irgendwann kann man nicht mehr beurteilen, ob ein Stück auf einem realen oder virtuellen Klavier aufgenommen wurden.

Zwei Beispiele sollen zeigen, wie das Piano K1 klingt:

Beethoven: Mondscheinsonate 1. Satz
Chopin: Etüde Opus 10 Nr. 1

Tschaikowski zum 170sten Geburtstag

Bernd am Freitag, 07. Mai 2010

Tschaikowski wurde am 7. Mai 1840 geboren und damit jährt sich sein Geburtstag heute zum 170sten mal. Das 19. Jahrhundert hat eine Reihe großer russischer Komponisten hervorgebracht, wie Mili Balakirew, Alexander Borodin, César Cui, Modest Mussorgski, Nikolai Rimsky-Korsakow (das sogenannte “Mächtige Häuflein”) und eben Tschaikowski. Ich mag die russische Musik wegen ihrer Tiefe und Kraft. Das b-Moll Klavierkonzert ist gewaltig und die Pathétique ist eine grandiose Sinfonie.

Vor einigen Jahren machte ich mich daran, das für das Klavier geschriebene Werk “Die Jahreszeiten” Opus 73a in MIDI umzusetzen. Ich fand es sehr anspruchsvoll und es gestaltete sich schwieriger als ich dachte. Das Ergebnis ist auf http://www.piano-midi.de/tschai_d.htm hinterlegt. Natürlich gibt es auch eine MP3 Fassung auf meiner Seite.

Google hat zum 170sten Geburtstag ein eigenes Logo entworfen, das so genannte Google Doodle. Der dahinterliegende Link zeigt meine Seite bereits unter den ersten zehn Suchergebnissen an, was mir heute eine erhebliche Anzahl von Besuchern beschert. Unverhofft wird so die Aufmerksamkeit auf ein sonst eher unbekanntes Stück gerichtet, was mich besonders freut.

Aktivitäten in Wikimedia

Bernd am Dienstag, 09. März 2010

2007 entschloß ich mich, einige meiner Stücke der Classical Piano Midi Page auch in Wikimedia bereit zu stellen. Dazu mußte ich erstmal eine Voraussetzung erfüllen: Ich mußte die Lizenz auf eine Creative Commons Lizenz umstellen. Dieser Entschluß fiel mir nicht ganz leicht und ich habe einige Wochen mit mir gerungen. Letztlich war mir aber die freie Verfügbarkeit der Musik wichtiger, als der mögliche Geldverdienst, den ich aber ohnehin als unrealistisch einschätzte. Am 1.4.2007 stellte ich dann die Lizenz um und stellte einige Stücke in Wikimedia ab. Zunächst mischte ich MIDI- mit OGG-Dateien, später nahm ich aber nur noch das OGG-Format. Die Stücke sind auf meiner Benutzerseite zu finden.
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Erstellung von MIDI Sequenzen

Bernd am Mittwoch, 03. März 2010

Die Erstellung meiner MIDI Sequenzen läuft in folgender Weise ab: Zunächst übertrage ich die Noten des Musikstückes in meinen MIDI Sequenzer (Sonar 2.0) mittels eines graphischen Editors. Dabei versehe ich die Noten mit einer dem Stück angepaßten Lautstärke, aber noch auf einer ungenauen Ebene. Zudem stelle ich ein geeignetes Grundtempo ein. Sobald ich ein paar Takte editiert habe, höre ich mir die Musik auf meinem Digitalpiano an, das ständig mit dem PC verbunden ist. Dann wird die Lautstärke der einzelnen Töne nachjustiert und schon gewisse Temposchwankungen – auch hier gibt es einen graphischen Editor – eingebracht. Bei Akkorden werden die unteren Töne auf eine geringere Lautstärke gesetzt (80-85%), damit sie nicht zu massiv klingen. Sobald ein wesentlicher Teil eines Satzes fertiggestellt ist, beginnt die Feinjustierung: Ich mache eine Probeaufnahme über die Audio Schnittstelle und schaue mir den Wellenverlauf in einem Audio Editor (Audacity) an, ob der Verlauf der Lautstärke dem Charakter des Stückes entspricht – hierzu vergleiche ich auch in der Regel mit einer Referenzaufnahme. Falls hier noch Schwächen im Verlauf zu erkennen sind, justiere ich nach.
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