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Duoklavierabend mit Anna Gourari und Elena Nesterenko

Bernd am Sonntag, 12. September 2010

Für den 9. September 2010 war ein Duoklavierabend mit Anna Gourari und Elena Nesterenko angekündigt. Beide Pianistinnen kenne ich sowohl vom Konzertsaal, von CDs und von Facebook her. Die Veranstaltung war das Abschlusskonzert eines Festivals und fand im St.Wolfgangsaal der Regensburger Domspatzen statt. Zuerst hatte ich mich im Internat der Regensburger Domspatzen verirrt, aber der Saal war glücklicherweise nur wenige Meter davon entfernt. Der Saal war höchstens halb gefüllt und hatte keine nummerierten Plätze. Gleich am Anfang kündige Elena Nesterenko an, dass Anna Gourari erkrankt war und daher nicht teilnehmen könne. Das war eine schlechte Nachricht, da ich mich auf sie schon gefreut hatte. Sie nannte dann das Programm, das leider nicht in gedruckter Form vorlag: Andante spianato et grande brillante polonaise Opus 22 von Chopin, die Appassionata von Beethoven und Islamej von Balakirew. Im zweiten Teil sollte das Schumann Klavierquintett Opus 44 zusammen mit Minguet Quartett.

Das Chopin Stück war gut vorgetragen, so wie ich es auch erwartet hatte. Die Appassionata hat mir gefallen bis den zweiten Satz, den sie für mein Geschmack zu schnell gespielt hat. Islamej ist natürlich eine besondere Herausforderung und die hat sie auch mit Bravour gemeistert. Das Stück ist wirklich eine Sensation und gehört ja auch zu meinem MIDI-Repertoire.

Das Schumann Quintett kannte ich noch nicht und hat mir gut gefallen, die Musik ist dicht und intensiv. Die Streicher des Minguet Quartetts waren jung und spielten engagiert.

Alles in allem war es trotz der fehlenden Anna Gourari ein lohnender Konzertabend.

Virtuelles Piano

Bernd am Samstag, 15. Mai 2010

Um meine Midi Dateien zum Klingen zu bringen, erstelle ich bisher Aufnahmen auf meinem Roland Digitalpiano. Schon vor Monaten haben mich Hörer auf die Idee gebracht, es auch mit virtuellen Klavieren zu versuchen. Der Vorteil wäre, die Aufnahmen ohne weitere Hardware direkt auf dem PC zu erstellen. Bisher hatten mich die Ergebnisse aber nicht so richtig überzeugt oder ich nahm mir nicht die Zeit, mich damit zu beschäftigen.

Jetzt bin ich aber wieder auf die Software Pianoteq gestoßen – eine virtuelles Piano, dass die Töne auf der Grundlage physikalischer Modellierung berechnet. Es steht im Gegensatz zu Lösungen, die auf umfangreichen Samples von hochwertigen Flügeln bestehen. Die Proben, die ich von letzteren bisher gehört habe, fand ich nicht signifikant besser als Pianoteq. Also kaufte ich mir nach einer kurzen Testphase diese Software. Die Möglichkeiten, die sich damit bieten, sind sehr umfangreich:
- Unterschiedliche Klaviere
- Einstellbare Dynamik als Differenz zwischen pianissimo und fortissimo
- Einstellung der velocity Kurve
- Einstellung der Hammerstärke
- Konfigurierung der Pedale
- Position der Mikrofone
und vieles mehr. Ich muss mir erst nach und nach erarbeiten, wie die Parameter wirken und wie ich sie einsetzen kann. Auf jeden Fall klingen die Audio Ausgaben dynamischer und voller als mein Digitalpiano.

Das alles gibt mir die Möglichkeit, alle meine Stücke neu aufzunehmen und ggf. zu dynamisieren – ein Traum, den ich schon lange hatte. Zudem kann ich Audio Ausgaben auf alternativen Instrumenten erzeugen, z.B. auf einem Cembalo. Die Möglichkeiten sind vielfältig und geben mir neue Impulse zur Fortführung meiner Seite. Ich kann mir vorstellen, dass die Instrumente in den nächsten Jahren noch verbessert werden und irgendwann kann man nicht mehr beurteilen, ob ein Stück auf einem realen oder virtuellen Klavier aufgenommen wurden.

Zwei Beispiele sollen zeigen, wie das Piano K1 klingt:

Beethoven: Mondscheinsonate 1. Satz
Chopin: Etüde Opus 10 Nr. 1