Archiv für die Kategorie ‘Persönliches’

Freiburger Tage

Bernd am Samstag, 10. April 2010

Die schönen Frühlingstage 6.-8. April 2010 nutzte ich, um meinen Freund Thomas Lefeldt in Kirchzarten in der Nähe von Freiburg zu besuchen. Er ist Pianist, Maler und Fotograf und ich finde es immer inspirierend, einige Zeit mit ihm zu verbringen. Seit einiger Zeit ist er auch Mitglied im Kunstprojekt Freiburg Depot.K.

Birklehof - Haupthaus


Ich nutzte die Gelegenheit ebenfalls, um am Birklehof vorbeizuschauen, wo ich drei Jahre lang Mathematik unterrichtet habe. Auf dem Bild ist das Haupthaus zu sehen, der Sitz des Direktors. Da ich für diese Tätigkeit nicht wirklich geschaffen war, beendete ich die Tätigkeit und fand eine neue Stellung in München.



St. Märgen


In dieser Zeit wohnte ich in St. Märgen in 900m Höhe im Hochschwarzwald – eine wirklich atemberaubende Wohngegend. Der tägliche Weg zur Arbeit führte durch eine Landschaft, die nicht so schnell anderswo zu finden ist.





Freiburg


Natürlich durfte auch ein Bummel durch Freiburg nicht fehlen. Freiburg hat so an ganz besonderes Flair und ich nutzte die Gelegenheit, ein paar Fotos zu schießen.

Erste Frühlingsausfahrt

Bernd am Donnerstag, 25. März 2010

Das Fahrrad ist mein bevorzugtes Mittel, um mir körperliche Fitness zu beschaffen und zu erhalten. Das Ziel sind mindestens drei Ausfahrten pro Woche von jeweils 30 km. Das reicht aus für eine Grundfitness, wenn ich mehr will, dehne ich die Strecke auf 60 km oder mehr aus. Leider fühle ich mich bei kühlen Temperaturen auf dem Fahrrad nicht wohl und so warte ich jeden Winter sehnsüchtig auf den Frühling.
Eine besondere Rolle spielt der erste Tag im Jahr, an dem ich mich auf das Fahrrad setze und dieser Tag war heute. Er ist die Initialzündung für aktive Körperlichkeit und ändert mein Lebensgefühl für den Rest des Jahres. Ich fange hier zunächst mit einer kleinen 15 km Bergstrecke an, um mich erst einmal wieder hineinzufühlen und vorsichtig an die Belastungen heranzutasten. Der Sinn ist weniger ein meßbarer Leistungszuwachs als das Signal: Jetzt geht es los. Wenn ich das ein paarmal gemacht habe, stelle ich auf die Standardstrecke um. Was mich allerdings jedes Jahr ärgert, ist die Tatsache, dass es immer wieder etliche Wochen dauert, bis man die Winterfaulheit abgeschüttelt hat und eine einigermaßen gute Figur macht. Subjektiv tritt dann irgendwann einmal ein Zustand ein, in dem man sich leistungsfähig fühlt und dies als ausgesprochen wohliges Empfinden wahrnimmt.
Dieses Jahr wollte ich nicht wieder soviel Zeit im Winter verlieren und habe mir ein Ergometer gekauft. Seit Anfang des Jahres sitze ich dreimal pro Woche jeweils eine halbe Stunde drauf und trete mit ca. 100 Watt Durchschnittsleistung. Das ist nicht besonders viel, aber ich versprach mir davon, dass ich im Winter nicht so zurückfalle. Meine erste Ausfahrt hat mir gezeigt, dass ich mit dieser Einschätzung richtig lag.
Und so konnte ich nicht nur das schöne, frühlingshafte Wetter, das unbeschreibliche Gefühl der ersten Ausfahrt mit der verbundenen Vorfreude auf den Sommer, sondern auch eine ungewohnte Leistungsfähigkeit zu diesem frühen Zeitpunkt genießen. Es lief so geschmiert, als hätte ich schon einige Wochen Training hinter mir. Das hat mir einen doppelten Kick gegeben und jetzt bin ich hochmotiviert für weitere Taten. 2.500 km habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen – ich bin gespannt, ob es klappt.

Die Freiheit der Zeit

Bernd am Samstag, 06. März 2010

Seit ich am 31.10.2009 aus der Firma ausgeschieden bin, hat sich mein Leben in einem Punkt grundlegend geändert: Ich kann über meine Zeit frei verfügen. Dies ist ein gewaltiger Sprung in der Qualität des Lebens. Ich hatte keine Probleme mit der Arbeit, aber ich war jeden Tag inklusive der Fahrzeiten ca. 12 Stunden von zu Hause weg, um das notwendige Geld zum Leben zu erarbeiten. Da blieben abends höchstens noch 4 Stunden, um etwas Kreatives oder Entspannendes zu machen. Das ist nach meinem Empfinden zu wenig, aber war eine Notwendigkeit, um den Familienunterhalt zu sichern. Ich hätte es richtig gefunden, etwa 8 Stunden für mich zu haben (ohne Schlafen) – dazu hätte ich aber nicht mehr als 8 Stunden incl. Fahrzeiten pro Tag arbeiten dürfen. Von dieser Idealvorstellung war ich, wie die meisten wohl auch, weit entfernt.
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