Heute habe ich den 2. Satz der Beethoven Sonate Opus 22 auf www.piano-midi.de freigegeben. Er ist melodiös und von der Struktur her nicht sehr komplex. Im Gegensatz zum 1. Satz, dessen Erstellung drei Wochen dauerte, habe ich für den 2. Satz lediglich eine Woche gebraucht und war eher eine Routinearbeit.
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Musikfreigabe Beethoven Grande Sonate Opus 22, 2. Satz
Bernd am Donnerstag, 01. April 2010Musikalisches Analphabetentum
Bernd am Sonntag, 28. März 2010In einer ZDF Show wurden gestern drei Unterhaltsmusiker gefragt, ob sie Noten lesen können. Alle drei verneinten. Die ebenfalls anwesende Anna Netrebko äußerte dazu, dass man zum Musik Machen nicht unbedingt Noten lesen können müsse. Mag sein, dass sie das als Tribut an eine Unterhaltungssendung so formuliert hat – ernst gemeint haben kann sie das wohl zumindest für ihre Branche kaum. Was mich aber wundert, dass Musiker, die jahrelang Musik machen, kein Interesse an der Notation von Musik haben. Es klingt auch nicht so, als ob sie sich dafür schämen, sondern sie scheinen irgendwie auch noch stolz darauf zu sein.
Ich verstehe, dass Menschen, die lediglich Musik komsumieren, sich für die Notation nicht interessieren. Ich kann mir auch vorstellen, dass es für manche zu schwierig ist, obwohl sie begabte Musiker sein können. Was mir schwerfällt, ist zu begreifen, dass Musiker sich einfach dafür nicht interessieren und ohne dem auskommen. Sie können neue Stücke nur einüben, wenn sie es vorgespielt oder vorgesungen bekommen? Absonderliche Vorstellung!
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Lorin Maazel neuer Chefdirigent in München
Bernd am Samstag, 27. März 2010Lorin Maazel ist zum neuen Chefdirigenten der Münchner Philharmoniker gewählt worden und tritt damit ab 2012 die Nachfolge von Christian Thielemann an. Erfreulich ist, dass eine Stadt soviel Geld in die Kultur investiert, da Maazel als teuerster Dirigent der Welt gilt. In der Zeit ist zu lesen, dass er wohl selber verwundert war, in seinem Alter noch einen solchen Vertrag angeboten zu bekommen. Erstaunlich auch, wie er in dem Artikel mit seinem Alter kokettiert. Die Süddeutsche ist in ihrem Artikel mit der Überschrift “Habemus Opapam” wesentlich kritischer. Ich selber bin sehr gespannt, ob Maazel in den nächsten Jahren sein künstlerisches Niveau halten kann und werde sicher mal die Gelegenheit nutzen, eines seiner Konzerte zu besuchen.
Transkription von Beethovens Violinkonzert nach Klavier
Bernd am Mittwoch, 17. März 2010Als ich das Stück das erste Mal im Radio hörte, dachte ich, das kenne ich doch. Klar, das ist Beethovens Violinkonzert. Aber irgendwas stimmte nicht: Der Solopart wurde nämlich nicht von der Geige, sondern von einem Klavier gespielt. Tatsächlich hat Beethoven sein Violinkonzert auch für Klavier gesetzt. Beim Anhören habe ich aber nicht verstanden, warum er das getan hat. Es scheint für das Klavier keine besondere Herausforderung zu sein und es kann die Schönheiten des Violinkonzertes nicht richtig wiedergeben. Gerade da, wo die Geige die Töne so richtig ausspielen kann, kann das vom Klavier nicht richtig nachempfunden werden. Ebenfalls kommt das virtuose Element der Originalkonzertes beim Klavier nicht so richtig zur Geltung. Es wirkt irgendwie wie eine schlechte Kopie des Violinkonzertes. Um das Klavier mit all seinen Möglichkeiten und Schönheiten zu hören, bleibt also nur eines: Seine originalen Klavierkonzerte anhören.
Beethovens Neunte
Bernd am Sonntag, 14. März 2010Immer öfter habe ich in letzter Zeit Beethovens neunte Sinfonie gehört – entweder zu politischen Anlässen in Europa oder neuerdings auch ausschnittsweise in der Werbung. Dies liegt vor allen Dingen daran, dass das Hauptthema des letzten Satzes zur Europahymne ernannt wurde und dementsprechend auch politisch und wegen des populären Charakters werbeträchtig eingesetzt wird.
Nun halte ich diese Sinfonie für ein großartiges Werk und wie bei allen populären Werken besteht die Gefahr, dass man es zu oft hört und eine gewisse Sättigung, ja vielleicht auch Überdrüssigkeit entsteht. Dies läßt sich in der Regel dadurch steuern, dass man es einfach eine Weile nicht mehr hört und nach einiger Zeit dann neu aufsetzt. Bei der politischen Verwendung eines Werkes tritt allerdings ein weiterer Effekt ein: Man kann es nicht mehr neutral und unbefangen hören, weil es im Bewußtsein immer mit dieser Verwendung verbunden ist. Damit wird das Werk politisch instrumentalisiert. Ich weiß nicht, ob es Beethoven gefallen hätte – ich mag es nicht.
Aktivitäten in Wikimedia
Bernd am Dienstag, 09. März 20102007 entschloß ich mich, einige meiner Stücke der Classical Piano Midi Page auch in Wikimedia bereit zu stellen. Dazu mußte ich erstmal eine Voraussetzung erfüllen: Ich mußte die Lizenz auf eine Creative Commons Lizenz umstellen. Dieser Entschluß fiel mir nicht ganz leicht und ich habe einige Wochen mit mir gerungen. Letztlich war mir aber die freie Verfügbarkeit der Musik wichtiger, als der mögliche Geldverdienst, den ich aber ohnehin als unrealistisch einschätzte. Am 1.4.2007 stellte ich dann die Lizenz um und stellte einige Stücke in Wikimedia ab. Zunächst mischte ich MIDI- mit OGG-Dateien, später nahm ich aber nur noch das OGG-Format. Die Stücke sind auf meiner Benutzerseite zu finden.
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Erstellung von MIDI Sequenzen
Bernd am Mittwoch, 03. März 2010Die Erstellung meiner MIDI Sequenzen läuft in folgender Weise ab: Zunächst übertrage ich die Noten des Musikstückes in meinen MIDI Sequenzer (Sonar 2.0) mittels eines graphischen Editors. Dabei versehe ich die Noten mit einer dem Stück angepaßten Lautstärke, aber noch auf einer ungenauen Ebene. Zudem stelle ich ein geeignetes Grundtempo ein. Sobald ich ein paar Takte editiert habe, höre ich mir die Musik auf meinem Digitalpiano an, das ständig mit dem PC verbunden ist. Dann wird die Lautstärke der einzelnen Töne nachjustiert und schon gewisse Temposchwankungen – auch hier gibt es einen graphischen Editor – eingebracht. Bei Akkorden werden die unteren Töne auf eine geringere Lautstärke gesetzt (80-85%), damit sie nicht zu massiv klingen. Sobald ein wesentlicher Teil eines Satzes fertiggestellt ist, beginnt die Feinjustierung: Ich mache eine Probeaufnahme über die Audio Schnittstelle und schaue mir den Wellenverlauf in einem Audio Editor (Audacity) an, ob der Verlauf der Lautstärke dem Charakter des Stückes entspricht – hierzu vergleiche ich auch in der Regel mit einer Referenzaufnahme. Falls hier noch Schwächen im Verlauf zu erkennen sind, justiere ich nach.
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Musikfreigabe
Bernd am Dienstag, 02. März 2010Wie üblich, habe ich gestern am ersten des Monats ein neues Stück auf meiner Seite freigegeben, diesmal den ersten Satz der Grande Sonate Opus 22 von Beethoven. Das Stück hatte ich bereits im September 2009 produziert, so dass ich mich vor der Freigabe erst nochmal reinhören musste. Da die meisten Seiten in vier Sprachen vorhanden sind, wäre die händische Aktualisierung ein zu hoher logistischer Aufwand. Aus diesem Grund verwalte ich die Musikdateien mit XML. Die aktuelle Datei muss dann lediglich als verfügbar gekennzeichnet und einige Einträge zur Historie und zu den News gemacht werden. Dann läuft lokal unter Windows ein Skript ab, dass die ca. 170 HTML und PHP Dateien mit Hilfe der vorgefertigten XSL Stylesheets erzeugt. Die Dateien werden hochgeladen, der Newsletter verschickt und fertig ist die Sache. Noch einfacher wäre es, wenn ich die HTML Dateien serverseitig erzeugen würde, dann müßte ich nur die XML Datei hochladen. Ich habe hier aber die Befürchtung, dass die Geschwindigkeit der Seitenzugriffe darunter leidet und deswegen wähle ich den etwas umständlerischen Weg. Der Newsletter enthält derzeit ca. 600 Adressen und dementsprechend sind auch die Zugriffe an so einem Tag auch immer etwas höher.